Die erste Runde des Bezirkspokals war für die SCF-Herren zugleich die letzte. Durch zahlreiche Ausfälle, Absagen und Verletzungen bis an die Grenze des regeltechnisch Erlaubten geschwächt, musste man sich den Sportfreunden aus Föching klarer geschlagen geben als es das Endergebnis vermuten lässt.
Ganze sieben Freimanner Herren fanden sich am frühen Samstagabend in Holzkirchen ein. Unter anderem fehlten alle drei etatmäßigen Rückraummitte-Spieler und alle drei Linkshänder. Dafür standen allerdings zwei Torhüter zur Verfügung. Bedauerlicherweise darf man nicht mit zweien gleichzeitig spielen, weshalb Jörg Eggers zu einem gleichermaßen unerwarteten wie mutmaßlich ungewünschten Comeback als Rückraum-Shooter kam.
Nachdem zunächst beide Mannschaften das Tor nicht treffen wollten (2:1, 7. Min.), platzte beim Gastgeber der Knoten - und beim SCF nicht. Ein Fehlversuch jagte den nächsten, Abpraller landeten konsequent beim Gegner und die nicht eingespielte Abwehr ließ in schneller Folge reichlich leichte Treffer zu. Auch eine "Notauszeit" beim Stand von 9:1 (16. Min.) vermochte daran zunächst nichts zu ändern - weitere drei Gegentreffer in Folge später war der Drops gelutscht (12:1, 19.).
Dass es keine sporthistorische Klatsche setzte, lag zum einen daran, dass die Hausherren in den verbleibenden Minuten bis zur Pause ihrer zweiten Reihe etwas Spielpraxis zukommen ließen. Zum anderen bäumte sich der SCF durchaus spürbar auf und zeigte mehr Konsequenz im Abschluss. Mit 9 Toren Rückstand ging es in die Pause.
Im zweiten Durchgang lief dann zunächst wieder die erste Sieben der Föchinger auf, um den Einzug in Runde zwei endgültig unter Dach und Fach zu bringen. Trotz guter Auftaktphase mit 2:0 Toren in Unterzahl nach Zeitstrafe scheiterte die Chance auf eine echte Aufholjagd des SCF erneut am oft fahrlässigen Abschluss vor des Gegners Tor - Tribut wohl auch an die nachlassenden Kräfte.
Gleichwohl zeigten die Freimanner vor allem in der zweiten Halbzeit eine ansprechende kämpferische Leistung. Die Abwehr fand sich zusehends, wurde im Spiel gegen den Ball mutiger - und erfolgreicher. Die daraus resultierenden Chancen führten in den Schlussminuten zu einer spürbaren Ergebniskosmetik, für die man sich allerdings, zumal im Pokalwettbewerb, nicht ganz viel kaufen kann.
Das Gute: es gab keine (weiteren) Verletzungsausfälle, alle haben durchgespielt, gekämpft bis zum Schluss - und damit eine durchaus mögliche Klatsche vermieden. Bemerkenswert zudem: Die Siebenmeterquote betrug erstmals seit vielen Monaten wieder 100 Prozent - Flügelflitzer Heitmüller bewies, dass er es auch aus der Mitte kann und verwandelte mit traumwandlerischer Sicherheit alle drei Marken.
Die glorreiche(n) Sieben: Oberhuber - Wortmann (2), Eggers (5), Gärtner (3), Althammer (1), Heitmüller (9/3), Otto (3).