Herren: ESV Neuaubing - SCF 20:23 (11:12)

Es ist vollbracht. Nach einer gefühlten Ewigkeit von vier sieglosen Spielen haben die SCF-Herren ihren ersten doppelten Punktgewinn eingefahren. In einer über weite Strecken von beiden Mannschaften holprig geführten Partie setzten sich die Freimanner letztlich hochverdient mit 23:20 durch.

Stark ersatzgeschwächt war man in den tiefen Westen Münchens gefahren, um gegen eine Mannschaft anzutreten, gegen die man in der Vergangenheit zwar meist gewann, aber selten gut aussah. Unter anderem fehlten mit "Schmee" Schmeller, "Woddapähs" Barkhausen und dem zuletzt auch als Torschützen blendend aufgelegten Micha Thumm alle drei etatmäßigen Spielgestalter auf der Rückraummitte. Die Aufgabe übernahm Bastos Breuer, und er löste sie erwartungsgemäß mit links - wie sich das für einen Linkshänder gehört.

Darüber hinaus waren noch die Ausfälle von Stevie Oberhuber (krank), Kapitän Holgi Hochmuth, Martin Schmid, Alex Otto (alle unpässlich) sowie "Dirty Harry" Hochmuth (noch immer nach seiner Freigabe fahndend) und des kompletten Skandinavien-Blocks (in Ermangelung aberwitziger 2.650 Euro Transfergebühren nach wie vor nicht spielberechtigt) zu verkraften. Nach drei Wochen Zwangspause noch angeschlagen und mit Trainingsrückstand meldete sich hingegen Rückraumtier Matthias Gärtner im Team zurück. Darüber hinaus stellten sich kurzfristig die beiden "Altinternationalen" Chris Reiser und Holland-Sepp Kümmerlen in den Dienst der Mannschaft.

Durch die ungewöhnliche Personalkonstellation zu einigen Experimenten in der Aufstellung gezwungen, erwischten die Gäste gleichwohl den besseren Start und zogen mit 0:5 davon, ehe die Hausherren sich entschieden, auch am Spiel teilzunehmen. In der Folge plätscherte das Spiel weitgehend ereignisfrei vor sich hin, der SCF stets zwischen drei und fünf Treffern in Front, ehe der Vorsprung in der Schlussphase der ersten Halbzeit auf einen mageren Zähler zusammenschmolz. Was nicht der Fall gewesen wäre, wenn man auch nur die Hälfte seiner klarsten Torchancen genutzt hätte. Mit 11:12 ging es in die Pause.

In der nahm man sich vor, weiterhin stabil in der Abwehr zu stehen, Bälle zu gewinnen und den leichten Torerfolg über Tempogegenstöße zu suchen, um den Sack recht bald zuzumachen. Das gelang alles recht gut - bis auf das Torewerfen. Abermals ließ man reihenweise allerbeste Chancen liegen (bzw. scheiterte am starken ESV-Torhüter), während die Gastgeber ihre Gelegenheiten nutzten und beim Stand von 14:13 erstmals in Führung gingen. Danach wechselte die Führung mehrmals hin und her, wobei der SCF optisch stets leicht überlegen wirkte. Das 20:19 in der 51. Minute sollte dann auch die letzte Führung der Gastgeber sein. Danach traf nur noch der SCF und schaukelte das Spiel recht locker über die Zeit.

In der Schlussphase mussten die Hausherren dem Umstand Tribut zollen, dass die Personaldecke an diesem Tag nicht flauschig genug war, um zwei Herrenmannschaften zu wärmen. Einige Spieler, die zuvor mit der Zweiten gegen Neuperlach gespielt hatten, waren nun mit den Kräften am Ende. Deshalb verzichteten die Freimanner auch trotz des engen Spielstandes auf ihre Auszeit - sie brauchten die Verschnaufpause nicht so dringend wie die Gastgeber.

Auch wenn man sich gegen eine Mannschaft, bei der nur einer die Sprints anzieht - 'tschuldigung Peter, ich konnte nicht widerstehen ;-) - deutlicher hätte durchsetzen müssen, spiegelt das Endergebnis doch recht gut das Leistungsvermögen beider Mannschaften an diesem Tag.

Besonderer Dank soll abschließend "Schwobaseggl" Röhler und "Adriaaaan!" Haarbach gelten, die wegen der Hektik ob des engen Spielverlaufs in der zweiten Halbzeit nicht mehr zum Einsatz kamen, das Team aber tatkräftig und lautstark von der Bank aus unterstützten. Und ein weiteres dickes Sonderlob hat sich Holland-Sepp Kümmerlen verdient, der zum Spielen gekommen war und sich dann freiwillig meldete, um den vakanten Posten des Sekretärs zu besetzen.